PV-Eigenverbrauch statt Einspeisung: Solarstrom in Graz selbst nutzen
Eingespeister Solarstrom bringt meist weniger, als Netzstrom kostet. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie in Graz Ihren PV-Eigenverbrauch Schritt für Schritt erhöhen.

Das neue Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG), auch „Günstiger-Strom-Gesetz“ genannt, hat der Nationalrat am 11. Dezember 2025 beschlossen. Die für PV-Anlagen wichtigsten Punkte greifen ab 1. Jänner 2027. Hier ist, was Sie als Hausbesitzerin oder Hausbesitzer wissen müssen.
Bei neuen oder erweiterten PV-Anlagen dürfen Netzbetreiber die Einspeiseleistung auf bis zu 70 % der Modulspitzenleistung begrenzen. Eine 10-kWp-Anlage speist dann höchstens 7 kW ins Netz ein. Bestehende Anlagen sind davon nicht betroffen.
Klingt nach Verlust, ist es meist nicht: Eine Anlage erreicht ihre volle Spitzenleistung nur an wenigen Stunden im Jahr. Laut Branchenangaben liegt der Ertragsverlust bei Hausanlagen in der Regel deutlich unter 1 %. Mit Speicher, Wallbox oder Wärmepumpe wird der Strom über der Grenze ohnehin im Haus verbraucht. Ab 2028 ist zusätzlich eine dynamische Variante geplant, die sich am tatsächlichen Netzzustand orientiert.

Für Einspeiseanlagen bis 15 kW fällt kein Netzanschlussentgelt an. Bei größeren Anlagen wird nur die Leistung über 15 kW verrechnet. Für typische Einfamilienhäuser mit 6 bis 12 kWp ist das eine gute Nachricht.
Ab 2027 kommt ein Entgelt für die Einspeisung ins Netz. Die Höhe wird jährlich per Verordnung festgelegt. Einspeisungen aus Anlagen bis 20 kW sind davon ausgenommen. Betroffen sind also vor allem größere Gewerbe- und Landwirtschaftsanlagen.
Stromspeicher sind für 20 Jahre von Netznutzungs- und Netzverlustentgelten auf der Bezugsseite befreit. Für Hausspeicher hinter dem Zähler ändert das wenig. Die Richtung ist aber klar: Strom soll dort genutzt werden, wo er entsteht.
Viele Details regeln noch Verordnungen und die technischen Vorgaben der Netzbetreiber. Wir halten uns laufend auf dem Stand und berücksichtigen sie in jedem Angebot.
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